Warum ich meinen Töchtern nur noch Kleider kaufe. Diskussionen beim Anziehen vermeiden, charmante Wohlfühlkleidung und glückliche Kinder | Werbung

Kleider für Töchter

Das ziehe ich nicht an! Die meisten Eltern zucken bei diesen Worten innerlich zusammen. Zu gut sind die Dramen bekannt, wenn der Nachwuchs beginnt seinen ganz eigenen Modegeschmack zu entwickeln. Mich hat diese frühkindliche Phase kalt erwischt. Als Mädchen-Mama habe ich mich schon in der Schwangerschaft darauf eingestellt, irgendwann mit Teenager-Töchtern über angemessene Outfits zu diskutieren. Dass ich den Kampf um den Kleiderschrank schon mit einem Kleinkind führen muss, war mir neu. Und ich sage es gleich, ich habe gewissermaßen kapituliert. Heute kaufe ich meinen Töchtern hauptsächlich was sie mögen: Mädchen Kleider.

Wie ich von genderneutralen Babybodys zu Prinzessinnenkleider gekommen bin, warum uns Wohlfühlkleidung glückliche Kinder UND eine zufriedene Mama beschert sowie Tipps, was bei uns hilft um Diskussionen beim Anziehen zu minimieren – das alles verrate ich Dir in diesem Artikel. Viel Spaß beim Lesen und schreibe doch gerne in die Kommentare, wie Du mit dem Thema umgehst.

Das ziehe ich nicht an

Genderneutrale Erziehung

In meinem Studium habe ich ein Modul im Bereich Gender Studies besucht. Ich erinnere mich noch schwach daran, dass es viel um sehr theoretische und komplizierte Ansätze ging. Was ich allerdings noch klar vor meinen Augen habe ist die damals stark vertretene Ansicht, dass das Geschlecht und vor allem die geschlechtstypischen Merkmale nur konstruiert seien. Vereinfach gesagt war damit gemeint: Dass Mädchen rosa lieben und gerne mit Puppen spielen und Jungs eher wild sind liegt nur daran, dass wir als Gesellschaft das erwarten.

In meiner ersten Schwangerschaft nahm ich mir deshalb vor, dass ich meiner Tochter alle Möglichkeiten offenhalten möchte. Ihre Interessen sollten nicht durch geschlechtsspezifische Vorurteile geprägt werden. Sie bekam Bauklötze und einen Kipplaster bevor sie ihre erste richtige Puppe besaß.

Genderneutrale Kleidung

Genderneutrale Kinderkleidung: Unisex Babymode

Auch das Thema geschlechtsneutrale Kleidung zogen wir in den ersten Monaten strickt durch. Leicht gemacht wurde mir das Ganze dadurch, dass wir unsere komplette Babygarderobe von meiner Schwester geliehen bekamen. Diese hatte gut ein Jahr vor mir einen Jungen auf die Welt gebracht und sich bei der Kleiderwahl für Unisex Babymode entschieden. Die grauen, naturfarbenen, grünen und anderen meist sehr hochwertigen und schlichten Kleidungsstücke waren sehr hübsch und perfekt für ein Baby.

Das erste Babykleid habe ich für die runde Geburtstagsfeier meiner Oma gekauft. Danach kam lange kein weiteres dazu. Ich fand meine Tochter in dem Outfit zwar sehr süß, ein Kleid für Babys aber vor allem ziemlich unpraktisch.

Kind Diskussion um Kleidung

Unisex Kinderkleidung

Das ziehe ich nicht an!

Ich war ganz schön überrascht, als mir meine Tochter zum ersten Mal unmissverständlich zu verstehen gab, dass sie etwas nicht anziehen wollte. Knapp zwei muss sie da gewesen sein. Ich fand das ziemlich früh, um einen eigenen Kleidungsstil zu entwickeln. Sich nicht alleine anziehen können aber schon wissen, was man auf keinen Fall tragen will – ich war erst einmal sprachlos.

Irgendwie war es aber auch ziemlich süß, dass das kleine Mädchen nun unbedingt ihr Lieblingskleid tragen wollte. Seit sie mit einem Jahr laufen konnte, waren Kleider nicht mehr ganz so unpraktisch und ein paar davon bei uns eingezogen. Die morgendlichen Diskussionen um die Kleidung beschäftigten uns zu diesem Zeitpunkt jedoch nur phasenweise und sie rankten sich oftmals um Themen wie

  • Ich möchte keine Jacke anziehen (im Winter)
  • Ich muss aber diese Winterstiefel tragen (im Sommer)
  • Ich ziehe den Schlafanzug nicht aus!

Mädchen lieben rosa

Als meine Tochter mit drei in den Kindergarten kam, wurde ihre Vorliebe für Rosa und Pink ins Extreme gesteigert. Das fand seinen Höhepunkt an dem Tag, als sie unbedingt einen rosa Pulli mit einer pinken Hose kombinieren wollte. Meine Argumente, dass Ton-in-Ton nur bei wirklich gleichen oder gut passenden Farben funktioniert, wollte meine kleine Fashionista nicht verstehen. Ich entschied an diesem Spätsommertag also, dass sie sich einfach einmal so anziehen sollte, wie sie wollte. Wir haben noch ein Foto, wie das glückliche Kind – von Kopf bis Fuß in rosa und pink – strahlend im Flur steht. Die Erzieherinnen haben mich nie auf das besondere Aussehen meines Kindes angesprochen.

Kaufe meiner Tochter nur noch KLeider

Kind will sich nicht anziehen

Diskussionen beim Anziehen und Mamas Vorurteile

Vielleicht ist es Dir aufgefallen: Mir war es wichtig, wie mein Kind in der Öffentlichkeit aussah. Ich wollte, dass sie „ordentlich angezogen“ in den Kindergarten geht. So, wie eben Erwachsene ein Outfit zusammenstellen würden.

Wir hatten nie ein riesiges Problem, was das Anziehen angeht. Aber es war regelmäßig Thema. Und ich habe nicht nur versucht meine – inzwischen zwei – Töchter von meiner Kleidungswahl zu überzeugen, sondern mir auch immer wieder Gedanken gemacht, warum ich wollte, dass sie etwas anziehen.

Mir war wichtig, dass man sieht, dass ein Erwachsener sich um die Kinder kümmert und sie nicht alleine irgendwelche Kleidungsstücke aus dem Schrank holen. Außerdem – der genderneutrale Ansatz vom Beginn lässt grüßen – wollte ich, dass meine Mädchen nicht wie Püppchen rumlaufen.

Meine Tochter will nur Kleider anziehen

Inzwischen ist meine große Tochter fünf und sie liebt Kleider. Jeden Morgen fragt sie, ob sie ein Kleid anziehen kann. In ganz seltenen Fällen ist eine Hose in Kombination mit ihrem rosa Glitzerpulli ok. Eigentlich möchte sie aber nur Kleider anziehen.

Für mich war das lange ein Problem. Bis ich mir klar gemacht habe, dass meine oben genannten Gründe lächerlich sind. Jetzt schaue ich, dass meine Mädchen so oft wie möglich Kleider anziehen können.

Natürlich haben wir immer noch Diskussionen ums Anziehen. Ich finde ein Kleid mit großem Tüllrock nach wie vor einfach unpraktisch für den Spielplatz. Und nur eine dünne Strumpfhose an den Beinen ist im Winter kalt. Beim Kauf der Mädchen Kleider achte ich jetzt jedoch drauf, dass diese schön und praktisch zugleich sind.

Diskussionen beim Anziehen

Kind will nur Kleider anziehen

Warum ich meinen Mädchen nur noch Kleider kaufe

Zum Ende des letzten Sommers, als ich leichte Sommerkleider gegen Jeans getauscht habe, ist es mir wieder klar geworden: Kleider sind mega bequem. Ich habe meinen Töchtern immer wieder gesagt, dass Kleider zum Toben unpraktisch sind. Oft sind enge Jeans und andere Hosen beim Spielen jedoch viel einengender.

Inzwischen versuche ich also nicht mehr so sehr dran zu denken, ob wir mit unseren Outfits irgendwelchen Geschlechter- oder Gesellschaft-Klischees entsprechen. Ich konzentriere mich darauf Wohlfühlkleidung für meine Kinder zu kaufen.

Jetzt im Winter, sind das meist Leggings mit Baumwollkleidern darüber. Es gibt so viele tolle Mädchen Kleider, die hübsch und vor allem richtig bequem sind. Seit den Lockdowns kaufe ich vor allem online. Gerade habe ich richtig schöne Kinderkleidung von vertbaudet bestellt. Alle Kleider auf den Fotos in diesem Artikel sind von dort. Ihr findet in dem Shop aber natürlich auch für Hosen-Mädchen und Jungs eine tolle Auswahl.

Von Genderneutraler Kleidung zu Prinzessinnen

Kinder Kleidung bestellen

Diskussionen beim Anziehen vermeiden – Tipps

Damit es morgens beim Anziehen möglichst wenig Diskussionen gibt, versuche ich mich inzwischen also weitestgehend nach den Wünschen meiner Töchter zu richten. (Nein, ich finde nicht, dass ich mir auf der Nase rumtanzen lasse. Ich finde vielmehr, dass es wichtig ist, dass man sich in seiner Kleidung wohlfühlt).

Meine Mädchen ziehen also sehr häufig Kleider an. Ich achte darauf, dass sie dem Wetter angemessen gekleidet sind. Wenn es richtig kalt ist, dann wenden wir den altbekannten Zwiebellook an. Unter die Leggings kommt noch eine Strumpfhose, unter das Kleid ein Langarmshirt und/ oder eine Weste darüber.

Oft hilft es zudem, die Kinder eigene Erfahrungen machen zu lassen. Wenn sich mein zweijähriges Kleinkind bei kalten Temperaturen komplett weigert eine Jacke anzuziehen – sie kann das sehr vehement – dann geht sie eben ohne raus. Ich nehme „nur zur Sicherheit“ ihre Jacke mit. Draußen in der Kälte entscheidet sie dann meist sehr schnell selbst, jetzt ihre Jacke doch anzuziehen.

Diskussionen beim Anziehen vermeiden

Ein sehr häufig genannter Tipp zu Diskussionen um die Kinderkleidung funktioniert bei uns jedoch gar nicht. Wenn man morgens keine Zeit und Nerven für lange „das ziehe ich nicht an“-Dramen hat, soll man mit den Kindern zusammen einfach am Abend vorher die Kleidung rauslegen. Das Kind durfte dann in Ruhe mitentscheiden und es gibt keine Diskussionen ums Anziehen mehr. Alle sind glücklich, Mama-Stress kommt erst gar nicht auf – so die Idee. Meine Erfahrung ist allerdings, dass sich kleine Wutbürger von so etwas nicht beeindrucken lassen. Ja, vielleicht wollte man das gestern Abend anziehen, aber heute sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Zum Glück besitzen wir inzwischen verschiedenste Mädchen Kleider, die meinen Töchtern gefallen UND bequem und praktisch sind. Wenn ich diese morgens raus lege, sind die nervigen Diskussionen ums Anziehen so gut wie passé.

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