Ein Haus kaufen – haben wir das wirklich gemacht?!

Haus kaufen Blog Erfahrungen

Wir haben ein Haus gekauft! Es kommt mir immer noch unwirklich vor, diese Worte zu tippen. Der Notartermin liegt schon viele Wochen zurück. Trotzdem fällt es mir nach wie vor schwer so wirklich zu realisieren, dass wir jetzt Eigenheimbesitzer sind.

Als der Termin für den Hauskauf feststand, wollte ich die Unterschrift abwarten, bevor ich mich wirklich freue. Als diese längst getrocknet war, musste es die offizielle Schlüsselübergabe sein. Inzwischen – Monate später – sind wir im Grundbuch eingetragen und auch der allerletzte Schritt beim Hauskauf ist damit geschafft. Trotzdem kommt mir das alles nach wie vor ein bisschen surreal vor. So richtig glauben kann ich es wahrscheinlich erst, wenn wir in unser Haus einziehen. Aber das wird noch Monate dauern….

Der Traum vom eigenen Haus

Kürzlich habe ich auf Instagram einen Kommentar gelesen, ob das jetzt „in“ sei, dass sich alle Influencer ein Haus zulegen. Nun kann man mich sicherlich nicht als Influencer oder ähnliches bezeichnen. Trotzdem habe ich kurz überlegt, ob ich das Thema öffentlich machen soll. Ich möchte keinesfalls den Anschein erwecken, dass wir einfach einem Trend folgen. Aber ein Haus kauft man ja auch nicht eben mal schnell. Der Wunsch irgendwann ein Eigenheim zu besitzen war bei mir eigentlich schon immer da. Und in den letzten Jahren war er sehr konkret.

Der Mann und ich kommen beide aus ländlichen Gegenden wo es in unserer Kindheit sehr verbreitet war, dass man in seinem eigenen Haus wohnt. Für uns beide war klar, dass wir zum Studium und Berufseinstieg eine Wohnung mieten. Aber dann, wenn die Familie gegründet wird, darf es schon irgendwann gerne ein Eigenheim sein. In dieser Hinsicht waren wir immer einer Meinung.

Allerdings muss so ein Hauskauf natürlich gut überlegt sein. Wir wollten keinesfalls irgendwo ein Haus kaufen um dann kurz darauf zu beschließen, dass wir eigentlich ganz woanders leben wollen.

So ein Hauskauf ist zwar nicht unbedingt fürs Leben, aber doch eine wichtige Entscheidung.

Außerdem muss es dann natürlich auch finanziell irgendwie passen. Ein Haus zu kaufen ist schließlich kein Schnäppchen. Und wer den Immobilienmarkt in den letzten Jahren auch nur ein kleines bisschen verfolgt hat weiß, dass die Preise zuletzt enorm gestiegen sind. Wir haben also immer wieder geprüft, ob und wie sich unser Traum vom Haus überhaupt irgendwie realistisch verwirklichen lässt.

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Wann ein Haus kaufen – gibt es das richtige Alter?

Wann wir ein Haus kaufen, haben wir nicht von unserem Alter abhängig gemacht. Wie bei den meisten Dingen passt es für die einen früher, für andere später. Für uns war wichtig, dass es zu unserer Lebenssituation passt. In den Jahren nach unserem Berufseinstieg war uns beiden vor allem das Reisen wichtig. Und auch als wir zusammengezogen sind, haben wir für das Wohnen mehr oder weniger nur das Minimum ausgegeben. Dafür haben wir unsere Urlaube und später auch die Elternzeitreisen etwas ausgiebiger gestaltet.

Als wir eine Familie gründeten, lebten wir in einer Mietswohnung mitten in Düsseldorf. Wir mochten die Wohnung und ihre Lage sehr gerne. Es war allerdings immer klar, dass wir in Düsseldorf nie etwas kaufen würden. Unser Wunsch nach einem Haus mit genügend Platz für die ganze Familie und einem Garten war in Düsseldorf einfach unbezahlbar. Das Umland wäre eine Option gewesen. Aber wir kommen beide nicht aus NRW. Mit der Geburt der Kinder wurde für mich die Nähe zu unseren Familien noch einmal wichtiger. Und so war irgendwann klar, dass das Thema Eigenheim in Baden-Württemberg in der Nähe unserer beider Familien stattfinden sollte.

Wir haben also nicht den ganz klassischen Weg von erst Heirat, dann Hauskauf und danach Kinder gewählt. Als unsere Töchter auf die Welt kamen, war Düsseldorf noch unsere Wunschheimat und die Mietwohnung perfekt. Als vierköpfige Familie wurde der Wunsch nach einem Haus mit Garten aber schnell bemerkbar.

Warum ein Haus kaufen?

Warum kauft man ein Haus? Dafür gibt es sicherlich viele Gründe. Ich habe mich mit Themen wie Immobilen als Geldanlage (die man dann aber vermieten sollte) nie wirklich auseinandergesetzt. Ich habe zwar mal kurz dazu recherchiert, dass es aus finanzieller Sicht viel sinnvoller wäre, zur Miete zu wohnen und sein Erspartes gut anzulegen. Aber erstens sind das alles Dinge, bei denen ich mich nicht auskenne und die mich zu wenig interessieren, um da richtig einzusteigen. Und zweitens war mein wichtigster Grund für den Hauskauf eh schon lange klar: Ich wollte ein eigenes Haus haben. Ja, ganz abgesehen von rationalen Gründen ist das für mich vor allem ein emotionales Thema. Und deshalb sollte es auch nicht irgendein Haus sein, sondern eines, dass mich möglichst direkt anspricht. Das hat nicht geklappt.

Unser Haus war eher Liebe auf den zweiten Blick.

Wie findet man sein Traumhaus?

Sind wir ehrlich: Die Haussuche ist aktuell ein absoluter Alptraum. (Zumindest in den Regionen in Süd- und Westdeutschland, für die wir uns interessiert haben). Die Preise sind gestiegen und gestiegen und trotzdem zog jedes zum Verkauf stehende Haus direkt Heerscharen von Interessenten an.

Über zwei Jahre lang haben wir aktiv nach einem Haus gesucht. In der Zeit haben wir unsere (nie unrealistischen) Wünsche immer wieder überdacht und heruntergeschraubt. Unser (auch zu Beginn keinesfalls unangemessenes) Budget haben wir verdoppelt. Trotzdem war ich mehrfach dem Verzweifeln nahe.

Wir haben ziemlich viel dafür getan, um endlich ein passendes Haus für uns zu finden. Gerne schreibe ich in einem anderen Artikel dazu noch mal ausführlicher, was wir alles gemacht haben, um ein Haus kaufen zu können. Trotzdem hat es mich ein kleines bisschen überrumpelt, als es dann „plötzlich“ da war.

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Mauern mit dem Energiewert einer Höhle

Als wir unser Haus das erste Mal besichtigt haben, waren wir schon Monate an einem anderen Haus dran. Ich dachte dieses andere Haus wäre mein Traumhaus. Wir haben uns mit ganzer Energie dafür eingesetzt, dieses Haus kaufen zu können. Endlich sah es auch so aus, als ob das klappten könnte. Ich malte mir in Gedanken schon aus, wie wir es umgestalten und einrichten würden. Und dann ergab sich die Gelegenheit, noch ein anderes Objekt zu besichtigen.

Als der Mann den Besichtigungstermin ausmachte, war ich ehrlich gesagt etwas unmotiviert. Schon wieder ein Haus anschauen. Eigentlich war es etwas zu teuer. Eigentlich hatten die Verkäufer auch schon Interessenten in der engeren Wahl. Und nicht zuletzt konnten wir keine Betreuung für die Kinder organisieren und mussten sie mitnehmen. Alles keine optimalen Bedingungen für eine Hausbesichtigung.

Mit dem Haus selbst konnte ich dann auch nicht so richtig warm werden. Die Vorbesitzer hatten es schon komplett entkernt. Das bedeutet: Wir schauten uns mehr oder weniger nackte Mauern und alte, in Teilen noch mit Strohmatten abgehangene Decken an. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, wie das alles einmal aussehen könnte.

Was mich aber direkt gepackt hat war der Blick nach draußen.

Das Haus liegt am Ortsrand und von den Fenstern nach hinten schaut man auf die Felder. Noch heute ist es dieser Blick, der mich immer wieder motiviert.

Denn, um es kurz zu machen, wir haben uns auf den zweiten Blick in das Haus verliebt. Haben die Zusage bekommen, dass wir das Haus kaufen können. Und genau das dann gemacht. Inzwischen beschäftigen wir – oder man muss ehrlicherweise sagen:  vor allem der Mann – uns seit Wochen mit der Kernsanierung und das hat uns schon einige Nerven gekostet. Abwechselnd der Mann oder ich stehen entnervt da und sind plötzlich überzeugt, dass es völlig Bescheuert war, dieses Haus zu kaufen. Aber dann halten wir kurz inne, schauen nach draußen auf die Felder (optimalerweise bei Sonnenuntergang) und wissen wieder, warum wir das alles machen.

Oder, um es nicht all zu kitschig und vor allem realistisch enden zu lassen, wir streiten uns über irgendwelche Details. Aber das muss auch mal sein. Solange wir dann doch wieder gemeinsam raus schauen 😉

Haus kaufen mit Blick

Wie oben schon kurz erwähnt, berichte ich Euch gerne noch ausführlicher zu unserem Hauskauf und zu all den Themen rund herum. Schreibt mir gerne in die Kommentare, was Euch besonders interessiert (oder eine Mail).

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