Große Schwester und Puppenmama: Wie unser Reise-Mädchen seine neuen Rollen lebt – Werbung

große Schwester und Puppenmama

Mit der Geburt unseres zweiten Babys hat sich so einiges geändert. Der Mann und ich sind Eltern von zwei Mädchen geworden. Wir alle müssen uns (wieder) dran gewöhnen, was es heißt mit einem Säugling zusammen zu wohnen. Und Zeit hat plötzlich eine ganz neue Dimension bekommen. Die vielleicht größte Änderung gibt es aber für unser Reise-Mädchen: Sie ist große Schwester geworden. Das ist zwar wunderschön, gleichzeitig aber nicht immer ganz einfach.

Die beste große Schwester – und ihre Herausforderungen

Schon vor der Geburt unseres Babys war unsere Erstgeborene fasziniert von kleinen Kindern. Während man andere Kinder ihres Alters öfters mal erinnern muss, dass man mit diesen kleinen Wesen vorsichtig sein sollte, war das Reise-Mädchen jederzeit absolut rücksichtsvoll. Wenn wir Freunde mit einem Baby besuchten, dann wollte sie dieses immer wieder anschauen und frage jedes Mal, bevor sie es dann ganz, ganz vorsichtig streichelte.

Auch als unser Reise-Baby auf die Welt kam, war unsere Große von Anfang an sehr süß mit ihr. Noch im Krankenhaus fragte sie, ob sie das Baby streicheln, küssen und auf den Arm nehmen darf. Und bis heute macht sie das mehrmals täglich.

Außerdem kümmert sich die große Schwester rührend um die Kleine. Sobald das Baby weint, werde ich darauf hingewiesen. Sie bringt mir das Stilltuch, wenn die Kleine Hunger hat, deckt ihre Schwester zu, schaukelt sie in der Babywippe an und möchte bei jedem Wickeln dabei sein und helfen.

große Schwestern brauchen Puppen

Das Reise-Mädchen liebt ihre kleine Schwester sehr. Nur manchmal, da hätte sie ihre Eltern gerne wieder ein Weilchen nur für sich. An Tagen, an denen das Baby viel weint und sehr viel Aufmerksamkeit braucht, ist die Geduld der großen Schwester dann ab und zu auch mal zu Ende. Dann sagt sie, dass ich die Kleine nicht auf den Arm nehmen soll – auch wenn sie weint. Sie möchte plötzlich, dass ich sie beim Essen füttere – und nicht das Baby stille. Oder sie fängt selber an zu weinen und kann nur durch eine ausgiebige Kuscheleinheit mit Mama beruhigt werden.

Große Schwester zu werden ist nicht einfach – auch wenn wir versucht haben, unser Kleinkind gut auf das Geschwisterchen vorzubereiten. Als Mama versuche ich, meinem jetzt großen Kind weiterhin gerecht zu werden. Ganz viel Schmusen und gemeinsames Spielen gehören dazu. An Tagen, an denen das Baby Bauchweh hat ist das aber nicht immer so möglich, wie ich das gerne hätte. Gretel und Henry helfen uns dann oft weiter.

Eine perfekte Puppenmama – und warum sie ihre eigene Ausstattung braucht

Gretel und Henry sind Puppen. Und beide werden liebevoll vom Reise-Mädchen umsorgt. Seit unser Baby geboren wurde, ist das ihr absolutes Lieblingsspiel geworden. Und oft, wenn ich mich um das Baby kümmern muss, schaut unsere Erstgeborene derweil nach ihren Puppen.

Gretel weint viel. Unsere Puppenmama puckt sie dann in ihr Schmusetuch und trägt sie durch die Wohnung. Gerne im Wiegeschritt – genau so wie ich versuche, das weinende Baby zu beruhigen. Manchmal muss die Puppe auch gestillt werden. Dann sitzen wir nebeneinander und geben unseren Babys zu trinken.

Puppe Henry ist schon etwas größer, aber auch noch „ganz klein“. Das Reise-Mädchen wickelt ihn oft. Sie trägt ihn im Tragetuch (das wir aus ihrem Schmusetuch binden) und geht mit ihm einkaufen.

Puppenmama mit Buggy

große Schwester und Puppenmama mit Buggy

Beide Puppen nutzen außerdem sehr gerne die Dinge, die eigentlich für unser echtes Baby vorgesehen sind. Gretel sitzt zum Beispiel mit Vorliebe in der Babywippe und Henry schläft liebende gerne in der Babyschale des Kinderwagens. Und wehe, ich möchte das Baby hinein legen, dann beschwert sich unsere Puppenmama sofort lautstark.

Da ist es gut, dass die Puppen inzwischen ihre eigene Ausstattung haben. Erst fand ich das ganze Puppen-Zubehör ja nicht unbedingt nötig. Aber bevor es Konkurrenz zwischen den Puppenkindern und unserem Baby gibt, bekommt lieber jeder das, was er oder sie benötigt. So besitzt unsere Puppenmama inzwischen also unter anderem ein Puppenbett, einen Puppen-Buggy und sogar eine Wickeltasche mit Wickelunterlage und Stoffwindel für ihre Puppen. Eine große Auswahl solchen Zubehörs für Puppenmamis gibt es bei Jako-O. Wer etwa ein Gefährt zum Transport von Puppen sucht findet hier alle Arten von Puppenwagen und -buggys – vom Puppen-/Lauflernwagen aus Holz über richtige Puppenkinderwägen bis hin zu zusammenklappbaren Puppenbuggys.

Bei uns hat sich die Anschaffung des Puppenzubehörs auf jeden Fall sehr gelohnt. Alles wird von unserer Puppenmama ausgiebig genutzt. Kurzzeitig war ich zwar etwas besorgt, ob dieses dauerhafte Puppenmama-Spielen unseres großen Mädchens nicht zu sehr dem Geschlechterklischee entspricht. Inzwischen bin ich aber froh, dass sie so eine gute Möglichkeit gefunden hat, mit der neuen Situation als große Schwester umzugehen.

Puppenmama große Schwester neue Rolle

Große Schwester neue Rolle

Puppenmama – im Rollenspiel die neue Situation verstehen

Puppenmama zu sein ist mehr als ein Mädchen-Spiel. Es ist ein Lernprozess, der unserem Reise-Mädchen hilft, die neue Situation mit kleiner Schwester zu verstehen und zu verarbeiten.
Alles das, was ich mit dem Baby mache, spielt unsere Puppenmama mit ihren Puppenkindern. Und das ist nicht ungewöhnlich. Kinder stellen die Rollen und Situationen, die sie gerade am meisten beschäftigen, im Spiel nach. Es ist ihre Art der Realitätsbewältigung. Und es ist ein Training von sozial-emotionalen Kompetenzen wie der Empathie. Daher freue ich mich, dass meine Erstgeborene so eine tolle Puppenmama ist. Nicht selten kommt es vor, dass sie plötzlich das Malen oder ein anderes Spiel unterbrechen muss, weil eine der Puppen weint. Dann nimmt unsere große Schwester ihr Puppenkind auf den Arm und tröstet es ganz liebevoll. Genauso wie sie liebevoll und jeden Tag etwas geduldiger mit ihrer kleinen Schwester umgeht.

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