Meine Geburtsvorbereitung – was ich in der zweiten Schwangerschaft anders mache

Geburtsvorbereitung

Meine ersten Gedanken zur Geburtsvorbereitung in dieser zweiten Schwangerschaft drehten sich um unsere Erstgeborene. Anstatt an das Baby und mich zu denken machte ich mir vor allem Sorgen, wie es unser Kleinkind wohl verkraften würde, wenn Mama plötzlich ins Krankenhaus geht.

Die Wahl des Geburtsortes, Geburtspositionen, die Angst vor der Geburt und so vieles mehr, das die erste Geburtsvorbereitung dominiert hatte, rückte in den Hintergrund. Kein Wunder, denn meine größte Aufmerksamkeit galt ja jeden Tag unserer großen Tochter, die bislang mein Ein und Alles war.

Als schwangere Mama war ich mit diesen Gedanken um das erstgeborene Kind wohl nicht alleine. Denn ich las irgendwann, dass es vielen Müttern so geht wie mir. Und dass man sich trotzdem oder genau deswegen auch für zweite Geburt eine besondere Geburtsvorbereitung gönnen soll.

Geburtsvorbereitung Geschwister

Zeit für mich und das zweite Baby

Ich überlegte also, wie ich mir in dieser zweiten Schwangerschaft Zeiten schaffen kann, in denen ich meinen Fokus ganz auf unser zweites Baby und die Geburtsvorbereitung lege.

Dazu gehörte zunächst, dass ich beschloss unsere große Tochter so gut wie möglich auf die Geburt und das Baby vorzubereiten. Mein Ziel: Dass ich mir am Tag der Geburt keine Sorgen machen muss, dass es unserer Großen nicht gut geht. Wie genau wir dabei vorgehen kannst Du gerne im Artikel „Wie wir unser Kleinkind auf das Geschwisterchen vorbereiten“ nachlesen, den ich bald veröffentlichen werde.

Schwangerschaftsyoga zur Geburtsvorbereitung

Als zweites beschloss ich, doch wieder zum Schwangerschaftsyoga zu gehen. Ich habe schon in meiner ersten Schwangerschaft Yoga zur Geburtsvorbereitung gemacht. Und obwohl es mir gut getan hatte, wollte ich dieses Mal eigentlich darauf verzichten. Ich dachte zuerst, dass ich keine Zeit dazu habe, es mit der Betreuung unserer großen Tochter zu kompliziert ist und ich bei Rückenschmerzen ja einfach die schon bekannten Übungen zu Hause machen könnte. Aber schon nach der ersten Yogastunde war klar, dass es genau die richtige Entscheidung war, wieder hin zu gehen.

Unsere Lehrerin begann das Schwangerschaftsyoga immer mit den Worten „Gönn Dir diese Auszeit für dich und dein Kind“. Und genau eine solche Auszeit waren die Yogastunden für mich. Sich beim Atmen und Entspannen ganz auf das Baby im Bauch konzentrieren und bei den Übungen merken, wie gut es tut bestimmte Körperregionen zu dehnen: Das waren Dinge, die im Alltag viel zu kurz kamen und die ich deshalb umso mehr genoss.

Geburtsvorbereitung Yoga

Geburtsvorbereitung ohne Kurs

Kurz überlegte ich auch, ob ich wie in der ersten Schwangerschaft, einen klassischen Kurs zur Geburtsvorbereitung belegen sollte. Ich entschied mich aber schnell dagegen. Viele der dort besprochenen Dinge sind mir nach gut zwei Jahren einfach noch präsent. Außerdem fand ich in unserer Stadt nur Kurse für Paare – was für uns mangels einer passenden Betreuung für unsere große Tochter nicht in Frage kam.

Gerne hätte ich an einem speziellen Kurs für Zweitgebärende teilgenommen. Dort mit anderen Mehrfach-Mamis über die besonderen Herausforderungen der zweiten Schwangerschaft, die Verarbeitung der ersten Geburt und die Geburtsvorbereitung der Geschwister zu sprechen hätte ich sehr spannend gefunden. Nachdem sich meine Krankenkasse nach längerem Hin und Her aber weigerte, den einzigen Kurs hier in der Region zu bezuschussen, war ich so sauer, dass ich beschloss einfach gar keinen Kurs zu machen.

Stattdessen entschied ich mich dafür, mich noch einmal intensiver mit dem Thema Hypnobirthing auseinanderzusetzen (ein bisschen hatte ich mich in das Thema schon in der ersten Schwangerschaft eingearbeitet). Mit verschiedenen Büchern, Podcasts und Videos wollte ich mich auf diesem Weg alleine vor allem mental auf die Geburt vorbereiten. Mein genaues Vorgehen dabei schreibe ich demnächst noch auf.

Buchtipp „Babybauchzeit“ – Geborgen durch die Schwangerschaft

Geburtsvorbereitung Buchtipp

Als schöner Begleiter durch die Schwangerschaft und gute Unterstützung bei meiner Geburtsvorbereitung stellte sich das Buch „Babybauchzeit – Geborgen durch die Schwangerschaft und die Zeit danach“ (Werbelink*) heraus. Gerade während ich mir Gedanken machte, wie ich dieser Schwangerschaft ihre eigene, besondere Aufmerksamkeit schenken kann, wurde ich zufällig auf diesen neu erschienenen Schwangerschaftsratgeber von Nora Imlau und Sabine Pfützner aufmerksam. Und ich hatte sofort das Gefühl, dass das genau das richtige Buch für mich sein könnte.

Als ich „Babybauchzeit“ kurz darauf in den Händen hielt, bestätigte sich dieser allererste Eindruck. Das Buch ist hochwertig und sehr schön gestaltet. Es macht einfach Spaß es in die Hand zu nehmen und darin zu blättern. Wobei ich beim Blättern nie weit kam, denn sobald ich irgendwo anfing zu lesen, hatten mich die Texte meistens schnell in ihren Bann gezogen und ich musste zumindest bis zum Ende des Kapitels dran bleiben.

Das Buch ist einfach anders, als die Schwangerschaftsratgeber, die ich bislang kannte. Die Gliederung in die drei Schwangerschaftstrimester sowie die Kapitel „Geburt“, „Wochenbett“ und „Wissen hilft gegen Angst“ überrascht zwar noch nicht sehr. Und auch die typischen Tipps und Themen zum Beispiel zur Ernährung in der Schwangerschaft oder zum Finanziellen rund um Schwangerschaft und Elternzeit sind vorhanden. „Babybauchzeit“ geht aber zusätzlich weit darüber hinaus.

Mit gefällt vor allem, die entspannte Grundhaltung, die sich durch das ganze Buch zieht. Motto: Lieber auf den eigenen Körper hören, als sich verrückt machen. Bei den verschiedenen Themen wird immer wieder betont, dass letztendlich man selbst der beste Experte für die eigene Schwangerschaft ist. Auch die „Es ist o.k.!“ Seiten verdeutlichen, dass in den unterschiedlichen Stadien ganz verschiedene Gemütsregungen und Gedanken vorkommen können und alle berechtigt sind.

Zur Entwicklung des Babys gibt es pro Monat eine wunderschön gestaltete Doppelseite. Ich finde das für das Buch stimmig. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich allerdings jede Woche die Seiten in meinem Schwangerschaftsbuch darüber, was sich gerade bei meinem Baby entwickelt und in meinem Körper ändert, verschlungen. Der ein oder anderen werdenden Mama könnten diese Infos also etwas fehlen – aber die findet man bei Bedarf ja z.B. auch in diversen kostenlosen Schwangerschaftsapps.

Richtig toll finde ich, dass im ganzen Buch immer wieder Gedanken von Nora Imlau als Mutter/Schwangeren und Sabine Pfützner als Hebamme, tolle und authentische Einblicke zu den unterschiedlichen Themen geben. Ein Highlight für mich ist außerdem das Mantra am Ende eines jeden Trimesters kombiniert mit einigen Ideen, wie man Kontakt zum Baby aufnehmen kann oder ähnlichem.
Und habe ich schon erwähnt, wie wunderschön das Buch einfach ist?!

Geburtsvorbereitung Buch

Rechtzeitige Geburtsvorbereitung

Eine Sache, die mir vor allem bei der Beschäftigung mit dem Hypnobirthing in dieser Schwangerschaft schnell klar wurde war, dass es kein Fehler ist, bei der Geburtsvorbereitung lieber etwas früher dran zu sein. Das trifft beim Hypnobirthing ganz besonders für die Entspannungsübungen zu – die ich dann natürlich doch nicht ganz so frühzeitig begonnen habe, wie ursprünglich geplant.

Aber auch bei den äußeren Dingen der Geburtsvorbereitung ist es sinnvoll rechtzeitig alles zu organisieren. So war meine Kliniktasche noch nicht fertig gepackt, als meine erste Geburt überraschend mit einem Blasensprung startete. Ich hatte die Tage zuvor zwar angefangen, einige Sachen zusammenzurichten, aber das musste nun noch alles in die Tasche. Ich lag also auf dem Bett und gab dem Mann mehr oder weniger gute Anweisungen was er einpacken sollte. Mit dem Ergebnis, dass wir den Himmel für unser Beistellbett im Krankenhaus dabei hatten, dafür im Kreissaal aber kein Haarband fanden. Und das alles nur, weil ich vorher möglichst cool sein und nicht schon Wochen zu früh die Kliniktasche rumstehen haben wollte.

Dabei wäre es doch viel entspannter die Kliniktasche einfach schon fertig zu haben und dann, wenn es los geht mit der Geburt, nichts mehr organisieren zu müssen und erst mal zur Ruhe zu kommen. Soweit der Plan. Ich bin schon sehr gespannt, ob es dieses Mal so laufen wird.

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