Durch die Ohren in den Kopf – Warum ich plötzlich Kopfhörer trage | Werbung

Hörbuch Tipp Mamas

Manche Dinge benötigen Zeit und Aufmerksamkeit. Seit ich (Zweifach-) Mama bin sind für mich beides sehr rare Güter. Deshalb ist manches selten geworden, in meinen Leben. Zum Beispiel das Lesen. Egal ob ein Blogartikel, eine Zeitung oder gar ein Buch: Lesen geht nicht einfach nebenher.

Das ist schade, denn ab und zu wünscht sich mein Kopf etwas Input, der über das Auswendiglernen neuer Kinderlieder hinausgeht. So kam es, dass ich vor einiger Zeit meine Kopfhörer endlich einmal aus ihrer Originalverpackung befreite. (Und nein, das waren nicht die tollen Teile auf den Fotos, sondern die Kopfhörer, die bei meinem Smartphone mitgeliefert worden waren.)

Bücher, blättern und eine neue Beziehung

Ich war lange überhaupt kein Fan von Hörbüchern und Co.. Bücher wollte ich lesen. Wort für Wort in mich aufsaugen und mich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren. Und dann erst die Haptik eines gedruckten Buches. Ich liebe dieses Gefühl durch die Seiten zu blättern. Ich mag es zu spüren, wie die rechte Seite meiner Lektüre mit jedem Umblättern langsam dünner wird. Und so werde ich auch weiterhin versuchen, immer mal wieder ein „richtiges“ Buch zu lesen.

Ich habe inzwischen aber eingesehen, dass man Geschichten durchaus genießen kann, wenn diese nicht schwarz auf weiß gedruckt sind. Durch die Ohren in den Kopf funktioniert tatsächlich selbst bei mir wunderbar. Ok, verwunderlich ist das nicht wirklich. Immerhin hören tagtäglich Millionen Menschen auf dem Weg zur Arbeit, bei der Hausarbeit oder auch einfach zum Entspannen Hörbücher. Trotzdem begann meine Beziehung zu diesem Medium erst kürzlich. Und sie bahnte sich sehr vorsichtig an.

Durch die Ohren in den Kopf

Podcast hören als Tipp für Mamas

Zwischen Hirn und Hausarbeit

Zunächst lud ich mir einen kostenlosen Podcast herunter. Und – ganz abgesehen vom Inhalt – war ich schnell begeistert, dass mein Kopf plötzlich intellektuell spannenden Input bekam, ohne dass ich extra Zeit dafür einplanen musste. Die Hausarbeit eignet sich nämlich perfekt dazu, um nebenher etwas anzuhören. Ok, das muss ich natürlich stark eingrenzen. Die Hausarbeit eignet sich perfekt für Hörbücher, wenn nicht gerade zwei Kinder mithelfen oder nebenher bespaßt werden wollen.

Mir machte das Hören plötzlich so viel Spaß, dass ich in immer mehr Situationen zum Kopfhörer griff. Versteh mich nicht falsch – sobald die Kinder anwesend und wach sind habe ich nichts in den Ohren. Es gibt aber eben durchaus Gelegenheiten, wenn ich mal allein, oder zum Beispiel mit einem schlafenden Kind unterwegs bin.

Hörbücher und Hausarbeit

Hörbücher für jeden Geschmack

Mit der steigenden Nutzungsdauer stieg meine Nachfrage nach hörbarem Material. Ich bin nach wie vor ein Fan von Podcasts. Bei verschiedenen Herausgebern hatte ich aber recht schnell alle für mich spannenden Episoden gehört. Das Angebot, den Hörbuch-Anbieter Audible einen Monat kostenlos zu testen, traf auf mich zum richtigen Zeitpunkt. In wenigen Sekunden war ich angemeldet. Und erst einmal überfordert.

Wie sollte ich mich bei über 200.000 Hörbüchern für einen einzelnen Titel entscheiden? Das ist das Konzept – für die Mitgliedschaftsgebühr kann man monatlich ein Hörbuch herunterladen. Die Wahl wird dadurch erleichtert, dass man was nicht gefällt zurückgeben kann. Zeit- und Aufmerksamkeits-Ersparnis fielen bei mir trotzdem erst einmal weg. Ich begann, mich durch die Hörproben zu klicken. Und verlor mich irgendwo zwischen Krimis, Autobiografien und Sachbüchern.

Alte Liebe rostet nicht

Dabei entdecke ich ganz unverhofft eine alte Liebe wieder: die englischsprachige Literatur. Früher habe ich regelmäßig englische Bücher gelesen. Ich mag die Sprache und irgendwie fühlte sich das Lesen in Englisch immer nach Urlaub an. Jetzt merkte ich, dass englische Hörbücher dieses Gefühl mindestens genauso gut hervorrufen können. Ein großes Plus ist dabei außerdem, dass man viele Autoren im Original hören kann. Mir gefällt, wie Michelle Obama ihr Buch „Becoming“ vorliest und John P. Streleckys Vertonung seines Bestsellers „The Why Café“ könnte ich ewig lauschen.

Hörbücher auf Englisch

Was wir hören – und was nicht

Hören macht Spaß. Trotzdem gibt es bei uns weiterhin nicht für alles und jeden Hörbücher. Ich freue mich, dass ich durch das für mich neu entdeckte Medium wieder mehr Belletristik konsumieren kann. Ich möchte aber nach wie vor immer mal wieder auch ein gedrucktes Buch mit voller Aufmerksamkeit lesen.

Die Kinder hören übrigens weiterhin erst einmal nur Geschichten aus meinem Mund. Natürlich könnte ich auch hier mit den – teilweise wirklich schön gemachten Hörbüchern für Kinder – viel meiner Zeit sparen. Das Vorlesen finde ich aber so ein schönes gemeinsames Erlebnis mit den Kindern, dass das auch die perfekteste Hörbuch-Produktion nicht ersetzen kann.

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