Babymoon – warum alle werdenden Eltern einen brauchen

Babymoon schwanger reisen

Ich bin für den Babymoon. Jeder sollte einen machen. Obwohl ich auf den Begriff erst vor kurzem gestoßen bin, will ich heute eine Lanze für ihn brechen. Den Honeymoon kennt jeder (zumindest in seiner deutschen Version der Flitterwochen), was aber soll dieser Babymoon sein? Er meint einen letzten gemeinsamen Urlaub der werdenden Eltern vor der Geburt des Kindes. Ähnlich wie bei den Flitterwochen soll die Zweisamkeit in diesem Urlaub im Fokus stehen. Nur der Zeitpunkt ist eben ein anderer – nicht nach der Hochzeit sondern vor dem Elternwerden.

Wer nach dem Babymoon googelt, stößt auf Bilder von schwangeren Frauen an Traumständen, verliebten Pärchen in Luxushotels und Wellness-Anwendungen für Kugelbäuche. Jede Menge besondere und damit meist auch teure Erlebnisse und Reisen werden unter dem Begriff des Babymoon beworben. Da schleicht sich schnell der Verdacht ein, dass es sich dabei vor allem um eine geniale Marketingmasche der Reise-Industrie handelt.

Tatsächlich weiß ich nicht, wer sich den Babymoon ausgedacht hat. Ich finde ihn so oder so jedoch super.

Entspannen im Babymoon

Den Babymoon habt ihr euch verdient!

Eltern zu werden ist ein großer Schritt. Für dich persönlich und für euch als Paar. Sobald das Baby auf der Welt ist, ist erst einmal nichts mehr so, wie es war. Da ist natürlich die ganz große Liebe für das Mini-Menschlein. Daneben gibt es aber früher oder später im Alltag mit Baby ein paar Punkte, die ganz schön anstrengend oder vielleicht auch nicht ganz so schön sind.

Der Mann und ich haben zum Beispiel in den ersten Wochen nie zusammen gegessen, weil sich immer genau dann wenn das Essen fertig war, jemand um das Baby kümmern musste. Ich dusche schon seit Monaten in Hektik, weil die Kleine unbedingt die Mama braucht, sobald das Wasser läuft (auch wenn der Papa alles tut, um sie abzulenken). Und Zweisamkeit, in der wir nicht irgendetwas aufzuräumen oder erschöpft ins Bett fallen, ist sehr selten geworden.

Umso besser also, wenn man vor der Geburt noch einmal alle Kraftreserven im Babymoon aufgefüllt hat.

Babymoon Reise

So geht der perfekte Babymoon

Wie genau man im Babymoon Energie tankt, hängt natürlich von den eigenen Vorlieben ab. Während die einen vor allem ausschlafen wollen, brauchen die anderen vielleicht hauptsächlich Kultur. Fest steht auf jeden Fall: der Babymoon muss nicht teuer sein und man muss dafür auch nicht unbedingt weit reisen. Ich bin zwar immer sehr für einen Tapetenwechsel und finde, dass man außerhalb der eigenen vier Wände besser entspannt. Grundsätzlich muss man für den Babymoon aber nicht einmal unbedingt verreisen.

Im Babymoon geht es also vor allem um die werdenden Eltern. Sobald das Baby auf der Welt ist, dreht sich alles nur noch um den neuen Erdenbürger. Das ist gut so und wunderschön. Davor dürfen Mama und Papa in spe dafür noch einmal so richtig an sich denken.

Dinge, die dabei auf dem Plan stehen könnten:

  • Ausschlafen (soweit das die Schwangerschaft noch zulässt)
  • Gemütlich GEMEINAM essen
  • Längere Unterhaltungen (bei denen es nicht um die Organisation des Alltags geht)
  • So lange man möchte am Strand, auf der Wiese oder dem Sofa liegen
  • Lesen ohne Unterbrechung
  • Das komplette Beauty-Programm durchziehen
  • Oder sich eine Spa-Anwendung gönnen

Das hört sich alles nicht wahnsinnig aufregend an. Aber wer schon ein Baby hat oder sogar mehrere Kinder großzieht der weiß, wie sehr man solche scheinbaren Kleinigkeiten plötzlich schätzen kann. Deshalb lasst Euch gesagt sein: Wer Schwanger ist (egal ob zum ersten oder zum zehnten Mal), der hat einen Babymoon verdient. Ja, der Babymoon sollte sogar für alle werdenden Eltern neben dem Geburtsvorbereitungskurs und dem Babyshopping zum Standardprogamm vor der Geburt gehören.

Tipps zum Babymoon

Noch mehr Babymoon

Manchmal wird übrigens auch die Zeit des Wochenbetts als Babymoon bezeichnet. Dann geht es darum, sich als neue Familie richtig gut und mit viel Zeit kennenzulernen. Dazu bleibt man am besten (fast) den ganzen Tag gemeinsam im Bett. Vor allem die Mutter und das Baby kuscheln viel, gewöhnen sich an das Stillen und betreiben ganz allgemein „Bonding“.

1 Kommentar

  1. Du hast soooo recht,
    Wir gönnen uns jedes Jahr im November ein paar Tage Kidsfrei.
    Einen direkten Babymoon gab es hier leider nicht da Wir beide in Wechselschichten arbeiten waren u den Urlaub nie zusammen nehmen konnten..
    Es ist wichtig auch im späterem Elternsein dieses zu finden..Viele meinten wie fiess wir wären..wie unfair u egoistisch ohne die Drei zu verreisen,aber die kommen schon nicht zu kurz was Urlaube angeht daher war es für uns ok.
    Und die Oma freut sich ein par Tage Enkelzeit zu haben u das ganz intensiv..

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