Unsere Elternzeitreise – Roadtrip durch die USA

Elternzeitreise Roadtrip USA

Wir haben zwei Monate gemeinsame Elternzeit zum Reisen genutzt. Schon in der Schwangerschaft stand ziemlich schnell fest, dass wir auch mit Baby reisen wollten. Trotzdem dauerte es ziemlich lange, bis die Details zu unserer Elternzeitreise entschieden waren. Wohin soll es gehen, wie reisen wir am besten und wann ist der optimale Zeitpunkt? Ich habe mir eine ganze Menge Gedanken zu unserer ersten großen Reise mit Baby gemacht (Details, für die wir uns entschieden haben und aus welchen Gründen findest Du im FAQ zu unserer Elternzeitreise, das am Ende des Artikels verlinkt ist).

Reiseplanung auf den letzten Drücker

Elternzeitreise planen

Einen großen Teil unserer Elternzeitreise haben wir erst kurz vor knapp bzw. sogar auf der Reise selbst entschieden. Natürlich hätte ich schon in der Schwangerschaft oder in den ersten Monaten mit Baby detailliert planen können. Zum Einen fehlte mir da aber irgendwie immer die Zeit und zum Anderen wollte ich das gar nicht. Von Anfang an war für uns nämlich klar: Bevor das Baby auf der Welt ist und wir ausreichend Zeit hatten, uns kennenzulernen, legen wir gar nichts fest. Wir wollten in der Elternzeit reisen, aber nicht um jeden Preis. Hätten wir zu Hause Schwierigkeiten gehabt oder das Gefühl, dass eine Reise dem Baby nicht guttun würde, dann hätten wir unsere Pläne über Bord geworfen oder verschoben.

Die Elternzeitreise geht los

Beginn der Elternzeitreise

Da aber alles gut lief und das Baby seine ersten kleinen Reisen perfekt meisterte, ging es Anfang März dieses Jahres los. Uns erwarteten zunächst ein Langstreckenflug und dann acht Wochen Roadtrip durch den Südwesten der USA.

Auch wenn wir die Elternzeitreise an sich eher spontan gestalteten, so hatte ich alles was das allgemeine Thema „Reisen mit Baby“ betrifft gut recherchiert und geplant. Vor allem Babys ersten Flug wollte ich gut vorbereiten. Trotzdem war ich nervös, als der Reisestart näher rückte.

Die Anreise zum Flughafen gestaltete sich dann auch direkt etwas schwierig. Obwohl wir nur ein kleines Stück mit der Bahn fahren mussten, hatte ich eine doofe Strecke gewählt, bei der wir überraschenderweise beim Umsteigen mit dem ganzen Gepäck ein wirklich weites Stück Weg zu Fuß zurücklegen mussten und so erst einmal den Anschluss verpassten. Danach klappe dafür dann alles super. Das Baby hatte keine Probleme mit dem Fliegen und wir kamen recht entspannt in den USA an.

Holpriger Start in den USA

Wandern während der Elternzeitreise

Die ersten Tage verbrachten wir in Long Beach. Wir schlenderten durch den Hafen der schönen Stadt und fuhren mit der Metro nach Los Angeles. Dann nahmen wir unseren Mietwagen in Empfang. Während der Mann und ich auf den ersten Blick mit dem Auto ganz zufrieden waren, schien das Baby an dem Gefährt keinen Gefallen zu finden. Wir starteten auf die ersten Kilometer unseres Roadtrips und die Kleine weinte nur. Dazu waren die Straßen in und um Los Angeles verstopft und wir kamen nur schleppend voran. Der Mann kämpfte mit dem Verkehr (einen Bericht zum Autofahren in den USA gibt es auf meinem Reiseblog) und ich gab alles, um das Baby abzulenken. Als wir endlich an unserem ersten Motel ankamen, waren wir alle ganz schön erledigt. Trotzdem fuhren wir noch für einen Abendspaziergang in den Joshua Tree Nationalpark. Und hier wurde die Stimmung schlagartig wieder gut. Während Mama und Papa voller Begeisterung die Natur bestaunten, freute sich das Baby wohl einfach über die Ruhe und frische Luft.

In den nächsten Tagen spielten wir uns immer mehr ein. Ich fand heraus, welche Lieder das Baby im Auto am liebsten mochte. Außerdem waren die Straßen jetzt so leer, dass wir manchmal minutenlang kein anderes Auto sahen. Wenn doch mal etwas das Baby zwickte, dann konnten wir immer sofort am Straßenrand anhalten. Wir planten sehr kurze Tagesetappen mit zahlreichen Pausen und genossen viel Zeit in der Natur.

Und mit jedem Tag wurden wir mehr zur entspannten Reise-Familie. Nach einiger Zeit gefiel es dem Baby im Auto sogar richtig gut.

Wir leben in der Natur

Nationalpark in den USA mit Baby

Unsere Route führte uns zunächst nach Osten. Nach einem Stück in Kalifornien ging es nach Arizona, dann leicht nördlich nach Utah und von dort wieder in westliche Richtung, kurz durch Nevada und nach Kalifornien zurück. Dort im Landesinneren nach Norden bis kurz über San Francisco und an der Küste schließlich wieder zu unserem Ausgangspunkt, Los Angeles.

Abgesehen von längeren Stopps in Las Vegas, San Francisco und Los Angeles sowie kürzeren Aufenthalten in einigen Städten und Orten auf dem Weg, verbrachten wir die meiste Zeit in der Natur. Dem Mann und mir war schon bei der ersten Planung unseres Roadtrips klar, dass wir viele Nationalparks besuchen wollten. Und unterwegs zeigte sich schnell, dass auch das Baby gerne in der Natur war. In der Babytrage begleitete uns die Kleine auf zahlreiche Wanderungen und war dabei immer sehr entspannt.

Unser little Citygirl

Las Vegas mit Baby

Auch die Städte gefielen dem Baby überraschend gut. Während wir nach Las Vegas hinein fuhren fragte ich mich, wie wir nur auf die Idee gekommen waren, diese verrückte Stadt mit Baby besichtigen zu wollen. Wir machten uns vorsichtig zu unserer ersten Erkundung des Las Vegas Stripe auf – uns stellten überrascht fest, dass das Babygirl von den vielen blinken Lichtern und glitzernden Hotels absolut fasziniert war. Selten saß sie so gebannt in ihrem Buggy, wie in Las Vegas.

Aber auch die anderen Stadtbesichtigungen klappten außerordentlich gut. Wir planten immer viele Pausen ein und versuchten, diese in Parks oder an den Strand zu legen. Außerdem waren wir vor allem im Freien unterwegs und schauten uns verschiedene Stadtviertel, Gebäude und Street Art an. Für Kinder weniger interessante Museen ließen wir einfach aus.

Wir schlafen uns durch über 25 Betten

Im Hotel mit Baby

Die Nächte verbrachten wir zumeist in Motels. Diese hatten wir nicht vorab gebucht. Wir wollten auf unserer Elternzeitreise möglichst flexibel sein und uns nicht vor Reiseantritt schon festlegen. Das war auch genau die richtige Entscheidung, denn wir passten unsere Reiseroute während der Reise immer wieder an. Gleichzeitig merkten wir aber auch schnell, dass selbst außerhalb der Saison Hotels – gerade zum Beispiel in der Nähe der Nationalpark – früh ausgebucht sind. Daher machten wir uns nicht erst abends auf die Suche nach einer Unterkunft für die Nacht. Wir entschieden uns vielmehr für einen Mittelweg und buchten die Motels meisten ein paar Tage in Voraus.

Häufig wählten wir einfache Motels. Wir verbrachten dort in der Regel nur die Nächte und hatten außer einem sauberen Bett keine großen Ansprüche an die Unterkünfte. Das Baby schlief mit uns im Bett und durfte sich dort Morgens und Abends austoben. Da die Kleine zur Zeit unserer Elternzeitreise noch nicht krabbeln konnte, war Strampeln, Drehen und Co. unter Aufsicht von uns auf dem Bett optimal. Sobald die Kinder krabbeln und mobil sind, ergeben sich dann noch einmal neue Anforderungen an die Unterkünfte. Das merkten wir allerdings erst während unserer letzten Tage in Amerika, als das Baby begann sich vorwärts zu bewegen. Auf der Reise mussten wir uns dazu noch keine Gedanken machen.

Roadtrip als Elternzeitreise – würden wir es wieder tun?

Elternzeitreise Fazit

Ja, wir würden es immer wieder tun – da sind sich der Mann und ich absolut einig. Eine Elternzeitreise zu unternehmen war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Nie hätten wir sonst (auch nicht zu Hause, wo doch jeder immer mal wieder seiner Wege geht) so viel Zeit als Familie zusammen verbracht.

Der Roadtrip durch den Südwesten der USA war für uns genau die richtige Reiseform für die Elternzeitreise. Wir erkunden gerne täglich etwas Neues und die zahlreichen Nationalparks mit einer beeindruckend facettenreichen Natur auf relativ kleinem Raum in den USA waren dazu perfekt. Das Klima war die allermeiste Zeit sehr angenehm und für das Baby nicht zu extrem. Und nicht zuletzt gab es mir ein Gefühl von Sicherheit mit unserem Mini-Mädchen in einem Land unterwegs zu sein, in dem wir im Notfall eine gute ärztliche Versorgung vorgefunden hätten.

Am liebsten würde ich sofort wieder aufbrechen, zu einer weiteren Elternzeitreise.
Du möchtest auch eine Elternzeit-Reise planen? Dann klicke auf den Link und schau Dir mein FAQ zu unserer Elternzeit in den USA an.

2 Kommentare

  1. Hey,
    du schreibst, dass du mal noch einen Post zu den Gründen etc. schreiben wirst. Gibt’s den schon?
    Ich bin neu auf deinem Blog und hab noch nicht so viel gelesen. Deshalb frage ich einfach mal drauf los:
    Wie alt war euer Baby denn beim Reisestart? (Hört sich nach klein an, wenn es noch nicht krabbeln/robben konnte) War das ein gutes Alter? Und was heißt Roadtrip? Wie schnell seid ihr weiter gefahren? Wie hat euer Babygirl das mitgemacht? Und ihr, wenn man ständig alles ein und aus packen muss?
    Bei uns soll es im Frühling für 5 Wochen nach Korsika gehen. Auch unterschiedliche Gegenden. Unsere Kleine ist dann fast ein dreiviertel Jahr, die Große 5.
    Und so langsam bekomme ich Angst, dass es mehr Stress als Urlaub wird…
    Liebe Grüße
    Kathrin

    1. Liebe Kathrin,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich habe den Artikel noch nicht veröffentlicht, plane aber, ihn möglichst zeitnah zu schreiben. Deine Fragen werde ich darin direkt aufgreifen. Nur schon einmal vorab: Ich denke, man muss sich einen Roadtrip mit Baby eben so zurechtlegen, dass es für die ganze Familie passt. So eine Reise ist nicht mit einem ganz entspannten Strandurlaub zu vergleichen, aber es muss auch nicht in Stress ausarten. Wir haben sehr häufig nur eine Nacht in einem Motel verbracht. Dazwischen waren wir aber auch immer wieder mal drei Nächte an einem Ort. Das war mir wichtig, um ein bisschen anzukommen und hat die Reise entspannt.
      Liebe Grüße,
      Reise-Mama Wibke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.