Das Baby im Paradies. Unser Karibik Urlaub mit Kleinkind auf Samaná

Karibik Urlaub mit Kleinkind

Wir haben es gewagt und einen Karibik Urlaub mit Kleinkind geplant. Doch schon auf dem Weg zum Flughafen gewinnen die Sorgen in meinem Kopf plötzlich Überhand: Ist diese Reise in die Dominikanische Republik mit Baby nicht doch zu weit, zu heiß und viel zu unsicher?

Natürlich haben wir die Flüge in die Karibik nicht spontan gebucht, sondern uns vorab zu all diesen Punkten viele Gedanken gemacht und ausführlich recherchiert. Das Ergebnis war die Überzeugung, dass diese Reise auch unserer Kleinen gefallen wird.

Dann häuften sich aber die Probleme kurz vor unserer Reise. Ein Hurrikan nach dem anderen zog durch die Region, unsere Air Berlin Flüge wurde gestrichen und der Reiseveranstalter versuchte mit allen Mittel uns dazu zu bringen, den Urlaub zu stornieren. (Die ganze Geschichte, wie Reiseunternehmen alles dran setzen, dass wir zu Hause bleiben habe ich auf meinem Blog webundwelt.de aufgeschrieben.) Der Mann und ich fragten uns also irgendwann, ob diese Reise vielleicht einfach nicht sein sollte?!

Karibik Urlaub mit Kleinkind und Hurrikan

Ein sehr holpriger Weg ins Paradies

Aber wir bestanden auf unserem Urlaub und so sitzen wir also im Zug zum Flughafen. Während ich plötzlich von Zweifeln befallen werde, ist unser Baby bestens gelaunt. Und schon während wir in der Warteschlange zum Einchecken stehen, beginnt sie mit ihrer Lieblingsaktivität für die nächsten zwei Wochen: Auf wackeligen Füßen durch die Gegend laufen und dabei alle Menschen mit ihrem breiten Vierzahn-Lächeln anstrahlen.

Ich entspanne mich auch und die Freude auf diese Reise macht sich wieder breit.

Eines meiner größten Bedenken ist die Anreise zu unserem Hotel auf der Halbinsel Samaná. Der Ort liegt ganz am nord-östlichen Ende der Dominikanischen Republik. Hier findet man keine Touristenmeuten und große Partys, dafür wunderschöne Natur und jede Menge Ruhe. Genau deshalb haben wir uns dafür entschieden.

Karibik Flug mit Kleinkind

Leider bedeutet das auch, dass wir mit etwa drei Stunden Transfer vom Flughafen zu rechnen haben. Diese werden dann plötzlich zu fünf Stunden Fahrtzeit, da Hurrikan Maria die direkte Straße nach Samaná überschwemmt hat und wir einen großen Umweg fahren müssen. Hinzu kommen ein Flug von Frankfurt nach Madrid sowie einer von Madrid in die dominikanische Hauptstadt Santo Domingo. Eine wirklich lange Reise – nicht nur für ein kleines Kind.

Unser Reise-Mädchen macht seinem Namen aber wieder alle Ehre. Sie spielt glücklich auf den Flughäfen, verspeist mit großem Appetit mein Flugzeugessen und verschläft ansonsten einfach den Großteil der Reise.

Langstreckenflug mit Kleinkind

Ist Samaná ein gutes Reiseziel mit Baby?

Da wir mitten in der Nacht ankommen, sehen wir weder bei der Anfahrt noch bei unserer Ankunft im Hotel wirklich etwas von der Umgebung und der Anlage. Das Einchecken geht schnell und unpersönlich und dann stehen wir auch schon in unserem Zimmer. Das vorab reservierte Babybett fehlt, dafür bin ich über die recht moderne Einrichtung und die Größe des Zimmers positiv überrascht.

Durch die Zeitumstellung sind wir schon sehr früh am nächsten Morgen wach und machen noch vor dem Frühstück einen kleinen Spaziergang. Von unserem Gebäude gehen wir ein paar Meter durch einen kleinen Palmenwald und stehen auch schon am Meer. Nur: So haben wir uns das nicht vorgestellt! Anstatt über einen flachen Sandstrand schwappt das Wasser hier an raue Felsen.

Karibik Urlaub mit Kleinkind auf Samaná

Der letzte Hurrikan hat die Region deutlich getroffen, viele Palmen sind umgekippt und der Hotelstrand wurde in Teilen weggespült. Trotzdem ist uns schnell klar, dass das hier nicht der Badebereich der Anlage sein kann. Und tatsächlich: Als wir um die nächste Ecke biegen bietet sich uns ein ganz anderes Bild. Der Strand ist zwar nicht ganz so breit und schön, wie vor dem Sturm. Aber er ist doch noch so, wie man sich einen karibischen Strand vorstellt.

Karibik Traumstrand mit Baby

Noch schöner sind die Strände Playa Fronton und Playa Madama auf Samaná, die man im Rahmen von kleinen Ausflügen besuchen kann. Weißer Sand, türkisblaues Meer, malerische Palmen und kaum eine Menschenseele haben uns dort begeistert. Außerdem liegt auf der Halbinsel nicht nur einer der schönsten Strände der Dominikanischen Republik, sondern ein Strand, der sogar als einer der schönsten weltweit ausgezeichnet wird: der Playa Rincon. Überall freut sich das Baby über feinen, weichen Sand zum Spielen und relativ flach abfallendes Wasser im Meer.

Auch eine kleine Stadt, verschiedene Dörfer und weitere Natursehenswürdigkeiten gibt es auf der Halbinsel Samaná, von denen man viele gut mit Baby oder Kleinkind besuchen kann. Mehr dazu dann demnächst. Wir finden die Region der Dominikanischen Republik auf jeden Falle eine gute Wahl für einen entspannten Strandurlaub mit Baby.

Karibik Urlaub mit Kleinkind am Traumstrand

Karibik Traumstrand mit Baby

 

Unser Tagesablauf im Karibik Urlaub mit Kleinkind

Die meisten Tage unseres Karibik Urlaubs mit Kleinkind verbringen wir in der Hotelanlage. Eigentlich sind solche faulen Strandtage gar nicht unser Ding und wir hatten im Vorhinein jede Menge Aktivitäten recherchiert, die wir unternehmen könnten. Das Reise-Mädchen hat aber am Meer und am Pool so viel Spaß, dass wir unser Programm deutlich zusammen streichen.

Unsere Urlaubsroutine sieht also so aus: Nach dem Aufstehen ziehen wir dem Baby ein leichtes Kleidchen über und schlüpfen selber in kurze Shorts, T-Shirt und FlipFlops. Dann geht es zum Frühstück, was meine Lieblingsmahlzeit des Tages ist. Es gibt jede Menge frisches Obst, vor den Augen der Gäste gemixte Frucht-Smoothies, Eier in allen Variationen und alles, was man sonst so zum Frühstück essen könnte. Mich begeistert vor allem die Auswahl an süßen Optionen – von Pancakes über French Toast bis zu Kuchen – bei der meine Vorliebe für Süßes gestillt wird.

Karibik Urlaub mit Kleinkind Essen

Nach dem Frühstück werden alle gut eingecremt und das Baby bekommt Schwimmwindel und UV-Schutz Schwimmanzug angezogen. Dann geht es vollbepackt zum Meer. Eigentlich ist es nicht weit zum Strand, aber bis wir Handtücher, Sandspielzeug, Schwimmring, Wickelzeug etc.eingepackt haben, kommt einiges zusammen. Was genau, das habe ich in unserer Packliste für den Badeurlaub mit Baby aufgeschrieben.

Meistens spielen der Mann und das Baby erst einmal im Schatten im Sand und ich lese auf einer der Liegen etwas. Später geht es ins Wasser und zwischendurch macht die Kleine ein Nickerchen auf meinem Arm.

Karibik Urlaub mit Kleinkind Strand

Baby liebt es am Karibik Strand

Nach dem Mittagessen werden Hunde und Katzen vor dem Restaurant ausführlich und aus der Nähe betrachtet. Das Reise-Mädchen zeigt in diesem Urlaub erstmals richtiges Interesse an Tieren. Ständig sieht sie irgendwo etwas und zeigt voller Begeisterung darauf. Sie entdeckt Vögel auf den höchsten Palmen, die mir da nie aufgefallen wären. Und wenn wir das Baby fragen, wie der Hund/die Katze/der Vogel macht, dann gibt sie ein Geräusch von sich. Das hört sich allerdings bei allen Tieren genau gleich an, was wirklich witzig ist.

Baby liebt Tiere im Karibik Urlaub

Baby spielt mit Katze

Über die Mittagszeit gehen wir in unser Zimmer. Jetzt brennt die Sonne schon unangenehm heiß und ich möchte, dass die Kleine das nicht abbekommt. Außerdem wäre eigentlich Zeit für einen Mittagsschlaf. An manchen Tagen wird auch ausgiebig geschlafen, an anderen hat das Baby allerdings so gar keine Lust dazu und lässt sich auch durch ausdauerndes Rumtragen nicht ins Land der Träume bringen.

Am Nachmittag geht es dann an den Pool. Ein Teil des Wassers liegt nun im Schatten und hier darf das Reise-Mädchen so lange sie möchte im und vor allem mit dem Wasser spielen. Der Pool ist recht groß und zwischen den tiefen Bereichen links und rechts gibt es einen Mittelteil, in dem das Wasser nur 15 Zentimeter hoch ist. Hier kann sie durch den Pool laufen oder sich ins Wasser setzen. Am liebsten kniet unsere Kleine jedoch am Poolrand, spielt ausgiebig mit ihren Spielbechern oder Getränkebechern von der Poolbar und läuft mit den wassergefüllten Gefäßen an den Liegen entlang. Dabei hat sie riesigen Spaß, strahlt über das ganze Gesicht und verzaubert alle anderen Urlaubsgäste.

Baby im Pool im Karibik Urlaub mit Kleinkind

Die größten Fans unseres Reise-Mädchens sind aber die Servicemitarbeiter in den Restaurants. Wann immer wir kommen, wird sie schon begrüßt. Alle freuen sich, sie zu sehen, es werden Extrarounden um unseren Tisch gedreht, Späße mit der Kleinen gemacht und der ein oder andere darf sie nach ein paar Tagen sogar mal auf den Arm nehmen (was sie sich nicht von jedem gefallen lässt).

Leider öffnen die Restaurants zum Abendessen etwas zu spät für uns. Das Baby ist dann schon sehr müde und ein entspanntes Essen für uns nicht möglich. Daher gehen wir nach den ersten Tagen dazu über, ihr entweder vorher schon etwas zu Essen mit aufs Zimmer zu nehmen oder wir gehen kurz mit ihr essen und dann schnell zurück aufs Zimmer, um sie zum Schlafen zu bringen. Sobald sie schläft, legen wir sie in den Buggy und dann gehen der Mann und ich in Ruhe essen. Das klappt wirklich gut.

Abend im Paradies

Unser Baby im Paradies

Alles in allem ist unser Karibik Urlaub mit Kleinkind also ziemlich unspektakulär. Während wir als Paar ohne Kind auf Reisen fast nonstop etwas unternommen haben und auch noch auf unserer Elternzeitreise in der USA ständig auf Achse waren, wird in der Dominikanischen Republik vor allem entspannt und gespielt.

Und genau das ist für mich das Highlight dieser Reise: zu sehen wie viel Spaß unser Reise-Mädchen hat. Sie genießt es, stundenlang mit Papa Sandtürme zu bauen und einstürzen zu lassen, Ewigkeiten mit Wasser zu spielen, ohne dass ich sage, dass es zu kalt wird, immer Barfuß zu laufen und nicht viel anziehen zu müssen, überall Tiere zu entdecken, Unmengen an Bananen zu essen, die anderen Gäste zu beobachten und vor allem mit ihnen zu flirten, überall angelächelt zu werden und den ganzen Tag mit Papa und Mama zusammen zu sein.

Natürlich ist auch im Urlaub nicht immer alles rosarot. Auch hier möchte das Baby manchmal einfach nicht schlafen, obwohl sie todmüde ist und sie wird zwischendurch ganz schön wütend, wenn sie etwas unbedingt will, aber nicht darf.

Die allermeiste Zeit ist es aber einfach wunderschön. Und wenn ich beobachte, wie das Reise-Mädchen fast den ganzen Tag mit so einem breiten Grinsen durch die Gegend taumelt (das Laufen ist meisten noch ziemlich wackelig), dass man alle ihre Vier-Zähne sieht, dann fühlt es sich ein bisschen an, wie im Paradies zu sein.

Unser Baby im Paradies

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